Emotionale Kompetenz hilft, Konflikte in der Kommunikation zu vermeiden. Entscheidend dabei ist, dass wir die eigenen Gefühle kennen und akzeptieren. Der bewusste Umgang mit unseren Emotionen befähigt uns, Kommunikation aktiv zu steuern, denn wir haben die Möglichkeit, unsere Gefühle so zu handhaben, dass sie der Situation angemessen sind. Zu aktivem Konfliktmanagement gehört die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und Gefühle der Angst, Gereiztheit, Enttäuschung oder Kränkung abzuschwächen und positive Gefühle zu verstärken.

Kommunikation will gelernt sein!

Informationsaustausch ist nicht automatisch erfolgreich. Das wird uns bereits bewusst, wenn bei den Begriffen „Tisch” oder „Baum” jeder etwas anderes vor Augen hat. Was bereits im Alltäglichen unscharf ist, setzt sich in verstärktem Maß auch in abstrakteren Sphären, wie etwa der Formulierung von Unternehmenswerten oder Regeln fort.

Wir ordnen aktuelle Reize individuell, entsprechend früherer Erfahrungen in vorhandene Schubladen ein. „Kommunizieren” (lat. „communicare”) heißt wörtlich übersetzt (die anderen) teilnehmen lassen, eine Sache gemeinsam machen. Erfolgreiche Kommunikation verläuft deshalb immer zirkulär. Die Teilnehmer reagieren gegenseitig auf einander und erzeugen so gemeinsam die „Information”. Das klassische Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation gehört inzwischen in die Ära des „alten Denkens”. Effiziente Kommunikation vollzieht einen permanenten Rollentausch zwischen Empfänger und Sender. Bei unterschiedlichen Prägungen und Denkstrukturen („Ich dachte, du meintest…”) besteht sonst immer die Gefahr, dass sich ein einfaches Missverständnis zum handfesten Konflikt auswächst.

Konflikte gehören zum Alltag

„Konflikte sind die Regel – nicht die Ausnahme.”, schreibt der Heidelberger Psychologe Roland Kopp-Wichmann in seinem Persönlichkeitsblog: „Doch die wenigsten von uns haben gelernt, Konflikte konstruktiv zu lösen. Viel häufiger versuchen wir, mit indirekten Konfliktstrategien zu Recht zu kommen. Indem wir Konflikte nicht wahrnehmen, bagatellisieren, den anderen beschuldigen, harmonisieren etc.”

Regeln zur Konfliktvermeidung

Damit Konflikte gar nicht erst aufkommen oder sich schnell beilegen lassen, empfehlen wir, Spielregeln zu vereinbaren, nach denen sich die Konfliktparteien konsequent richten. So lassen sich Konflikte viel leichter aus der Welt schaffen:

  • Die eigenen Gefühle und Wünsche klar ansprechen, ohne dabei Beschwerden und Vorwürfe an den Gesprächspartner zu richten
  • Ziele und Wünsche direkt, ohne Verneinungen und Vergleiche möglichst konkret formulieren
  • Konfliktpartner positiv ansprechen, Respekt für die andere Position zeigen, Kompromissbereitschaft und den Willen zu einer gemeinsamen Lösung signalisieren

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben…

Wir sind nur einen Anruf (030-290 353 89) oder eine e-Mail (post@hmk-berlin.de) weit von Ihnen entfernt.